In meinem letzten Beitrag hast du erfahren, was dein Körper unterwegs so braucht und woraus ich mir so meine Mahlzeiten zusammenstelle. Hier möchte ich dies etwas vertiefen, mit Infos und leckeren Rezepten rund um die wichtigste Mahlzeit des Tages – das Frühstück.

Ein ausgewogenes Frühstück liefert wichtige Nährstoffe für den Tag und macht lange satt. Unterwegs gibt es bei mir meistens verschidene Porridge- (oder auch Haferbrei-) Variationen. Im Hafer ist viel Eiweiß, Vitamine (B1, B6 und Biotin), Mineralstoffe (Magnesium, Silicium und Eisen) und Ballaststoffe, welche lange sättigen und für einen konstanten Blutzuckerspiegel sorgen. Dabei ist Porridge auch noch magenschonend – der perfekte Begleiter auf längeren Touren.

Wie bereits beschrieben, halte ich nicht viel von Fertigprodukten, dies gilt auch für Porridge aus der Tüte. Diese sind oft echte Zuckerbomben.

Ich mische meine Mahlzeiten zuhause vor und fülle sie dann in wiederverwendbare Ziplock-Beutel

Fangen wir also mit meinem Grundrezept an:

  • 50g Haferflocken
  • 1 TL Leinsamen
  • 1 TL Chiasamen
  • 1 TL Buchweizengrütze
  • 2 TL Milchpulver
  • 1 Prise Salz
  • dazu: 1 Becher (200 – 250ml) (heißes) Wasser

Der ganze Spaß kommt auf ca. 280 kcal (38g KH, 8g F, 13g E). Das reicht uns als Einstieg in einen langen Wandertag nicht aus! Kommen wir also zum leckeren Teil, den Varianten. Ich stelle hier ein paar Möglichkeiten vor, deiner Kreativität sind dabei natürlich keine Grenzen gesetzt.

Für dieses fruchtig-süße Tropical-Porridge kommen noch hinzu:

  • 20g tropische Trockenfrüchte
  • 3 TL Kokosraspeln

Macht dann ca. 500kcal (58gKH, 20g F, 17g E)

Für ein Nuss-Porridge kommen noch hinzu:

  • 1 EL Haselnüsse (gehobelt oder gehackt)
  • 1 EL Walnüsse (gehackt)
  • 5g Leinsamen
  • 1 Prise Zimt (optional)

Macht dann ca. 450kcal (40g KH, 24g F, 17g E)

Für ein Cranberry-Pekan-Porridge kommen noch hinzu:

  • 20g Cranberries
  • 15g Pekannüsse (gehackt)

Macht dann ca. 460 kcal (55g KH, 19g F, 14g E)

Für ein Bananen-Walnuss-Porridge kommen noch hinzu:

  • 15g Walnüsse (gehackt)
  • 15g Bananenchips (gehackt)

Macht dann ca. 460 kcal (48g KH, 22g F, 15g E)

Für ein Mandel-Kirsch-Porridge kommen noch hinzu:

  • 15g Mandeln (gehackt)
  • 15g getrocknete Kirschen

Macht dann ca. 415kcal (48g KH, 16g F, 16g E)

Für ein Apfel-Zimt-Porridge kommen noch hinzu:

  • 1/2 TL Zimt
  • 30g getrocknete Apfelringe (in Stücke geschnitten)
  • 10g Haferflocken

Macht dann ca. 370 kcal (52g KH, 10g F, 15g E)

Aber nicht nur Haferflocken eignen sich als Frühstück unterwegs, auch Couscous und Grieß sind hervorragende Begleiter.

Für einen Heidelbeer-Grießbrei benötigst du:

  • 80g Grieß
  • 2 TL Milchpulver
  • 1 TL Kokosblütenzucker (alternativ Rohrohrzucker)
  • 1 EL Sesamsamen
  • 5g gefriergetrocknete Heidelbeeren
  • dazu: 1 Becher (200 – 250ml) heißes Wasser

Macht dann ca. 385 kcal (66g KH, 7g F, 14g E)

Für einen Schoko-Bananen-Couscous benötigst du:

  • 80g Couscous
  • 1 TL Rohrohrzucker
  • 1 TL roher Kakao (alternativ Kakao zum Backen)
  • 1 TL Kakaonibs
  • 5g Bananenchips (gehackt)
  • dazu: 1 Becher (200 – 250ml) heißes Wasser

Macht dann ca. 380 kcal (70g KH, 5g F, 12g E)

Was frühstückst du so auf Tour? Gibt es noch Rezepte, die ich unbedingt ausprobieren sollte?

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Ich war kurz davor in die Lavapools zu hüpfen, aber irgendwie auch nur fast 😅
Und dann geht es auch schon wieder bergab. Es geht runter von der Straße auf einen kleinen Trampelpfad, den vermutlich schon sehr lange niemand mehr benutzt hat. Und auf einmal fängt es an zu schütten. Innerhalb von Sekunden bin ich nass bis auf die Haut. Ich hocke mich unter einen einsamen, niedrigen Baum, der etwas in den Weg ragt. Der Regen wird nicht weniger und wirklich viel Schutz bietet der Baum auch nicht. Zähneknirschend gehe ich weiter, der Weg wird immer schmaler und die Abhänge steiler. Hier und da muss ich etwas kraxeln. Ein bisschen mulmig ist mir mit meinen nassen, matschigen Schuhen dabei schon. Und auf einmal sehe ich die Felsen von Janela. Da hätte ich mir den Stopp auch sparen können. Anstatt weiter zum Strand abzusteigen, beschließe ich, die Route etwas abzukürzen. Und lande auf einer kleinen Nebenstraße, die wegen Steinschlaggefahr für Autos (?) gesperrt ist. Und hier liegen ordentlich Steine herum. Aufmerksam gehe ich weit am Rand entlang. Hoffentlich kracht nicht ausgerechnet jetzt etwas herunter. Nach fast 10 Kilometern mit gut 500 Höhenmetern komme ich erschöpft wieder in Porto Moniz an. Und ich kann erahnen, dass das hier ein ganz schönes Weihnachts-Wonderland ist, wenn es dunkel ist.
Ich finde zum Glück einen kostenlosen Parkplatz in der Nähe meiner Unterkunft, besorge schnell etwas zum Kochen für den Abend in einem kleinen Supermarkt und bin immer noch unschlüssig. Das Wetter scheint sich etwas stabilisiert zu haben, Badewetter ist natürlich nicht. Ach was soll’s, ich bin zum Wandern hier, denke ich. Im Auto schlüpfe ich in meine Wandersachen, suche schnell eine Route aus und marschiere los. Immer bergauf. Schnell bin ich außer Atem. Wer baut solche Straßen? Und wer fährt diese Straßen mit dem Auto hoch? Aber ich werde schnell mit wunderbaren Aussichten auf Porto Moniz und das Meer belohnt. Ich komme durch einen kleinen Ort, in dem mich von einem Garagendach ein Hund so böse anbellt, dass ich Angst habe, er könnte herunterspringen und mich anfallen. Ich versuche ihn nicht zu beachten und gehe zügig weiter. Die Wege sind nicht immer ganz leicht zu finden und manchmal wundere ich mich etwas über die Streckenführung.
Als nächstes geht es zum Praia da Ribeira da Janela, einem malerischen Strand in der Nähe des kleinen Dorfes Ribeira da Janela. Dieser Strand zeichnet sich durch seine wilde und natürliche Schönheit aus, die von dramatischen Felsformationen und der rauen See des Atlantiks geprägt ist. Die markanten Felsformationen im Wasser, die steil aus dem Meer ragen, verleihen dem Ort einen einzigartigen, fast mystischen Charme. Der Strand selbst besteht hauptsächlich aus Kieselsteinen und großen Felsen, was ihm einen unberührten und natürlichen Charakter verleiht.
Weiter geht es nach Seixal. Die charmante Stadt bot mir während meines kurzen Zwischenstopps eine eindrucksvolle Kulisse. Obwohl die berühmten Lavapools aufgrund der stürmischen See an diesem Tag nicht begehbar waren (und mir wäre es vermutlich sowieso viel zu kalt gewesen), konnte ich dennoch die raue Schönheit und die kraftvolle Energie des Atlantiks erleben. Schon bei meiner Ankunft spürte ich den wilden Charme von Seixal. Die hohen Wellen, die gegen die schwarzen Lavaklippen prallten, erzeugten eine dramatische und zugleich faszinierende Atmosphäre. Auch wenn das Schwimmen in den natürlichen Pools nicht möglich war, genoss ich den Anblick des tosenden Meeres, das die Küste in ein wildes Schauspiel verwandelte. Die Stadt selbst strahlt eine gemütliche und einladende Atmosphäre aus. Die kleinen Gassen und die traditionellen Häuser mit ihren roten Dächern spiegeln den authentischen Charakter Madeiras wider. Bei einem Spaziergang durch den Ort entdeckte ich charmante Cafés und Restaurants, in denen man es sich sicher sehr gut gehen lassen kann. Und eine Straße mit 33 % Steigung! Besonders beeindruckend war der Blick vom Ufer aus auf die steilen, grün bewachsenen Klippen, die sich majestätisch über dem Atlantik erhoben. Seixal ist auch einer der wenigen Orte auf Madeira, die einen Strand haben.
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